„DIE ERSTE“ läuft der Form hinterher

Nach der vierten Saisonniederlage im vierten Spiel ist „DIE ERSTE“ noch immer auf der Suche nach dem richtigen Wettkampfmodus. Auch gegen Westfalia Gemen III reichte eine zweimalige Führung nicht, um den ersten „Dreier“ zu holen. Zu unerfahren stellten sich die Kicker von Trainer Martin Trockel bei den Gegentoren an. Gerade bei Gegentor Vier, als ein Gemener Akteur ein Solo vom eigenen 16er startete und nahezu ungehindert über den Platz laufen konnte, zeigte, dass noch viel Arbeit auf die Mannschaft zu kommt, im wieder Wettbewerbsfähig zu werden.

Dabei hatte alles ganz gut angefangen. Nach 2 Minuten erzielte Elles das 1:0 nach Vorarbeit von Sondermann. Rhade blieb zunächst am Drücker, offenbarte aber mit zunehmender Spielzeit schwächen im Stellungsspiel und vor allem im Zweikampfverhalten. Daher war der Ausgleich eine logische Folge einer Kette von Unzulänglichkeiten in der Defensivarbeit.
Doch „DIE ERSTE“ zeigte sich keineswegs geschockt und Robert stellte die Führung wieder her (26.)
Was dann allerdings folgte sorgt bei Trainer Martin Trockel noch immer für Rätselraten. „Beim 2:2 verfallen wir nach einer Flanke in Schockstarre, so dass Bartusch am 2 Pfosten seelenruhig einschieben konnte, obwohl er eigentlich von zwei Rhadern „gedeckt“ war. (31.) Das 2:3 durch Philip Seeger (38.) brachte „DIE ERSTE“ endgültig auf die Verliererstraße. Denn als kurz nach Wiederanpfiff besagtes Solo von Ehning das Ergebnis auf 4:2 hochschraubte, begann ein Wettlauf gegen die Zeit, in dem sich die SSV Elf zwar mühte, aber in den entscheidenden Situationen glück- und konzeptlos blieb. Zwar war Rhade nun optisch überlegen und erspielte sich auch Chancen, doch die Verunsicherung in der jungen Truppe vereitelte Torerfolge.
Elles Anschlusstreffer (90+3) , nach toller Kombination fiel zu spät, um dem Spiel noch einmal eine Wende zu geben.

„Momentan haben wir mit bisher unbekannten Problemen zu kämpfen. Der Ausfall von 8 erfahrenen Spielern lässt sich nicht so leicht kompensieren. Unsere A- Jugendlichen, die eigentlich behutsam an den Seniorenfußball herangeführt werden sollten, müssen schon viel Verantwortung übernehmen und sind mit der Situation noch überfordert. Der Sprung zum Seniorenfußball ist einfach groß. Wir werden in Ruhe und mit viel Zeit daran arbeiten die Mannschaft wieder auf Kurs zu bringen“, so ein zerknirschter Trainer Martin Trockel am Sonntag Abend.